Jan 20, 2020

Search

Offenbarung 14: 144'000

Orientierungsplan

Im Kapitel 14 wird erzählt von den 144'000, die auf dem Berge Zion sind; das sind selbstverständlich Juden, das sind nicht die oder jene Gemeinschaft. Auf dem Berge Zion - es ist genau gesagt, dass es ein Berg ist - geographisch genau wo es ist - und wie ich schon erklärt habe, ich glaube, das wir der erste grosse judenchristliche Kongress sein auf dem Berge Zion; und wenn man dann anfängt zu zählen, wird man genau auf diese Zahl kommen:

"Und ich hörte einen Schall aus dem Himmel wie das Rauschen grosser Wasser und wie das Rollen eines starken Donners: zugleich aber klang der Schall, den ich hörte, wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen. Sie sangen ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier Lebewesen und vor den Ältesten, und niemand konnte das Lied lernen ausser den Hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde (aus dem Lande, also aus Israel) erkauft sind. Diese sind es, die sich mit Weibern nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich rein; diese sind es, die dem Lamme nachfolgen, wohin es auch gehen mag. Diese sind aus der Menschheit als Erstlingsgabe für Gott und für das Lamm erkauft worden, und in ihrem Munde ist keine Lüge gefunden worden: sie sind ohne Fehl."

Eine merkwürdige Gesellschaft! Zunächst einmal: "sie haben sich mit Weibern nicht befleckt, sie sind jungfräulich rein." Heisst das, was viele meinen, dass diese Menschen nicht geheiratet haben? Nein! Erstens ist ja gar nicht gesagt, dass das nur Männer sind oder nur Frauen sind. Es ist ein Volk, es sind Männer und Frauen. Warum redet man hier ,von Weibern nicht befleckt?' Was versteht man hier unter diesen Weibern? Nicht das, was wir verstehen. Er sieht diese Dinge jetzt im Jenseits. Unter diesen Weibern versteht man die Religionssysteme. "Diese sind es, die dem Lamme nachfolgen" d.h. die sich von keinem Religionssystem einfangen lassen. Das sind die aus der Menschheit als ,Erstlingsgabe für Gott und das Lamm erkauft wurden" - das sind die Judenchristen: und in ihrem Munde ist keine Lüge gefunden worden, sie sind ohne Fehl." Auch der beste Judenchrist hat Fehler und Schwächen, auch der beste Judenchrist wird vielleicht dann und wann einmal eine Notlüge gebrauchen. Also es sind Menschen, Menschen mit Fehlern und Schwächen. Ja worauf bezieht sich denn das Ganze? Der Schlüssel liegt darin: "sie folgen dem Lamme nach" - in dem Glauben! Sie gehören keiner Kirche an, sie gehören keiner Gemeinschaft an, sie legen die Bibel nicht so aus wie die andern sie auslegen, sondern sie wurden von Christus erkauft, sie stehen unter besonderer Inspiration? Und dann: "sie singen das neue Lied." Darauf kommt's an. Es ist ein ganz neues Lied, was sie singen, das Lied, das von oben herabkommt - durch Inspiration. Und was ist dieses "neue Lied?"

Dieses neue Lied ist die neue Bibelauslegung. Die Judenchristen werden eine ganz neue Bibelauslegung einführen, und da werden die Katholiken schreien, und da werden die Protestanten schreien, da werden die Gemeinschaftler schreien - alle werden schreien; sie werden zu den Judenchristen sagen: ,Ihr wisst doch überhaupt noch gar nichts; wir sind doch jahrtausende alt, wir haben doch die ganzen Erklärungen. Ihr müsst zu uns kommen, von uns alles übernehmen.' Und da sagen die Judenchristen: "Nein, wir gehen unsere Wege. Wer sich uns von den Heidenvölkern anschliessen will, soll sich uns anschliessen, wer nicht will, soll es sein lassen. Was die Heidenchristen zu uns sagen und über uns sagen, ist uns vollkommen gleichgütig. Wir gründen keine Bibelschulen in Möttlingen und Lugano usw. ; wer kommen will, kann kommen, und wer nicht kommen will, kann ja wegbleiben. Auf alle Fälle, wir übernehmen nichts, was von den Kirchen und Gemeinschaften kommt. Wir versuchen, einen ganz neuen Weg der Bibelauslegung zu gehen, Und das ist das neue Lied. Und wir sagen zu Christus: 'Entweder zeigst Du uns jetzt die Wahrheit, oder wir sind verloren.' Auf alle Fälle erkennen wir das eine, dass die Bibelauslegung bis jetzt von den Christen, ebenso von den Katholiken wie von den Protestanten und den Gemeinschaften, falsch gewesen ist: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."

Wenn das das Ende ist von einer zweitausendjährigen Kirchenentwicklung, dass Hitler kommt und dass die Kirchen und Gemeinschaften übergehen - da haben wir doch wahrhaftig den Beweis, dass sie alle miteinander nichts taugen. Wenn da nur ein einziger Mann hier in Württemberg, dieser Friedrich Mayer, - wenn das der einzige war, der aufgestanden ist und die Wahrheit gesagt hat - sollen wir da auf die anderen hören? Auf Friedrich Mayer hören wir, aber merkwürdig ist, dass der genauso redet wie wir. Wir merken das eine, dass jene Christen und Bibelausleger - es sind ganz, ganz wenige - mit denen wir uns irgendwie verbunden fühlen - wenn wir die reden hören, da denken wir, dass wir reden; es ist doch derselbe Geist. Also ist es nicht das Privileg der Judenchristen allein. Die Heidenchristen werden auch auserwählt. Aber nur diejenigen, die eben zum Leibe Christi gehören. Aber zum Leibe Christi gehören eben nicht alle, die da behaupten, dass sie es sind. Nein, das sind diejenigen, die von Grundlegung der Welt erkauft sind. Und die finden schon den Weg. Und die haben sich vor dem Hitler gehütet, die haben da nicht mitgemacht. Es waren wenige, natürlich waren es wenige. Auf alle Fälle, es ist selbstverständlich, dass wenn die Juden nach zweitausendjähriger Kreuzigung Christi sich endlich bekehren, dass sie nicht so werden, wie die Katholiken und wie die Protestanten und Gemeinschaftler. Wenn schon - dann schon. Das heisst es: sie folgen nur dem Lamme nach, ganz egal, wohin es geht, und wenn es sehr schmerzlich ist. Und Tatsache ist, dass überall, wo ein wahrer Judenchrist auftaucht, wenn sich ein Jude taufen lässt und wird Katholik oder Protestant oder sonst etwas, dann ist er kein Judenchrist, dann ist er eben Katholik oder Protestant.

Unter Judenchrist verstehen wir nur diejenigen, die dann genau auf dem Wort der Bibel bleiben und die sich an Christus klammern und sagen ,wir lassen Dich nicht, es sein denn, Du segnest uns; entweder Du erklärst uns jetzt die Bibel, aber Du sollst sie uns erklären und nicht der Professor soundso, und nicht der Sektenpapst soundso von Los Angeles oder wo sie wohnen, da in Amerika.' Das sind diese paar bloss. Das ist das neue Lied und keiner kann es lernen. Unzählige sagen ,das sind ja die furchtbarsten Irrlehren, was die Judenchristen verbreiten.' Sie meinen es gar nicht schlecht, die so reden, aber sie können es einfach nicht verstehen. Und warum können sie es nicht verstehen? Weil es sich um ein neues Lied handelt. Das wird gesungen vor dem Throne, vor den vier Lebewesen und vor den Ältesten, und niemand auf Erden konnte das Lied lernen ausser den 144'000, die von der Erde erkauft worden sind. Und diese sind es, die sich mit Weibern nicht befleckt haben, denn sie sind "jungfräulich rein."

Die Einstellung dieser Menschen zur Kirche, zu den Gemeinschaften ist Folgende: Wir haben nichts gegen Euch. Ihr musstet sein. Die Katholische Kirche musste sein. Wer die Kirchengeschichte kennt, dieses furchtbare Auf und Ab, wer da weiss, wie bekehrt wurde, wer da weiss, wie Karl der Grosse die Sachsen bekehrt hat, indem er sie einfach abgeschlachtet hat, wer die Scheiterhaufen kennt, wer das alles kennt, der sagt sich, das musste so sein auf Grund der Entwicklung auf einer satanischen Erde. Da musste auf der einen Seite ein Grossinquisitor sein, der die Leute verbrannt hat und auf der anderen Seite ein Franz von Assisi - diese beiden mussten in derselben Kirche sein. Der eine, der Heiligste von allen; der andere, der grösste Mörder von allen. Aber das musste eben in diese Welt hineinkommen, weil eben der Fürst dieser Welt der Satan ist und nicht Christus. Und Christus wird erst jetzt der Fürst dieser Welt, wenn er kommt. Infolgedessen musste diese Entwicklung geschehen. Die Entwicklung des Katholizismus musste so gehen wie sie war. Alles, was auf der Welt ist, ist schon richtig - entsprechend den Umständen. Ein Luther musste kommen, ein Calvin musste kommen, ein Zwingli musste kommen; und nachdem diese auch alle versagt haben nach so und so vielen Jahrhunderten, hat sich Gott eben ein neues Gefäss gesucht.

Was macht denn Gott? Gott will nur eine Sache nicht, dass der Glaube zur Organisation wird. Glaube ist Bewegung, Glaube ist eine Herzensangelegenheit. Sobald es Organisation wird, sobald es einen Führer gibt, ist es aus. Wo sich Führer bilden, da erstart der Glaube und wird das Herz zu Stein. So war es im Anfang: solange die Juden, die zum Glauben führten, die die Gemeinden gegründet haben, da waren, war alles in Bewegung, es konnte sich entwickeln. Dann kamen die Bischöfe, dann wurde es Organisation im Laufe der Jahrhunderte. Dann kam es zu Konzilen, dann kam es zu Erzbischöfen, dann kam es zu einem christlichen Kaiser, und damit war's aus und der Heilige Geist hat sich zurückgezogen.

Und da hat Gott eine neue Form gesucht, nicht eine neue Form, einen neuen Menschen, und dieser Mensch hiess Luther. So kamen die Reformatoren, so musste die Reformation durchgeführt werden, damit eben die Erstarrung gelöst wird. Aber auch diese neue Bewegung, diese Reformation, wurde zur Organisation. Dann hat Luther seine Kirche den Fürsten ausgeliefert, die ihm geholfen haben. Dann hat Calvin einen politischen Staat gegründet in Genf, was ja Gott gar nicht will, was ja gar nicht möglich ist. Und da er eben zur Macht gegriffen hat, musste er eben auch Leute verbrennen. Und der Zwingli in Zürich, der hat auch einen Staat gegründet und da musste er auch Leute töten. Er hat sie nicht verbrannt, er hat sie in der Limmat ertränkt. Man stelle sich vor: die Wiedertäufer wurden dort ertränkt. Und da sehen wir, dass auch da der Geist Gottes erstarrte, es wurde Organisation, Gott zog sich zurück.

Was hat Gott nun gemacht? Jetzt hat er die Gemeinschaften gegründet. Da stand ein Michael Hahn auf, da stand der auf, da stand jener auf, immer mit neuen Gedanken, und das Bestreben dieser, was wir heute sagen, Sekten, war nichts anderes, als die Organisation zu zertrümmern. Aber die Sekten, die Sektenführer wurden über kurz oder lang zu Sektenpäpsten. Und darum sind die Sekten heute auch nicht mehr das, was Gott haben will.

Was hat sich Gott jetzt gesucht? Die Judenchristen. Da fängt eine neue Bewegung an. Aber ich bin sicher, diese Bewegung endet genau so mies, wie alles, was vorangegangen ist - wenn Gott ihr Zeit lässt. Wenn Christus lange zögert mit dem Kommen, - sagen wir, einige Hundert Jahre, - wird die judenchristliche Bewegung von heute genauso hässlich werden wie die Gemeinschaften von heute, wie die protestantische Kirche und wie die römische Kirche. Dann werden wir in einigen Jahrhunderten zwar eine judenchristliche Kirche haben, und einen judenchristlichen Papst. Und der wird der Schlimmste von allen sein. Aber ich glaube nicht, dass es so weit kommt. Warum nicht? Weil Christus den Judenchristen die Zeit nicht geben wird, zu verderben. Er kommt bald. Das ist die grosse Hoffnung für meine judenchristliche Gemeinde in Jerusalem, dass Christus so schnell kommt, dass die nicht den Weg alles Fleisches gehen können. Wir haben jetzt nur noch die Botschaft durch die Welt zu tragen und dann, sagt Christus, ist das Ende da. Und mit diesem Ende wird auch die Erlösung kommen und zwar der ganzen Welt, aber auch Israels.

Amen


Orientierungsplan