Jan 20, 2020

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Caspari Zentrum für biblische und jüdische Studien, Jerusalem

Mishkan #28, #29 und #34

"Mishkan" heisst die Zeitschrift des Caspari Zentrums in Jerusalem. Gershom Nerel ist einer der Geschichtsforscher dieses Zentrums. Er ist Israel Sekretär der IMJA (Internationale Messianisch Jüdischen Allianz) und lebt (laut Mishkan 39, S. 67, 2003) im messianischen Moshav Yad Hashmona bei Jerusalem. Dissertation in hebräischer Sprache (1996) an der Hebräischen Universität, Jerusalem: Messianic Jews in Eretz Israel (1917-1967). (Erwähnt in Mishkan 28, 1998, Seite 31, Fussnote 23.) Diese Dissertation dürfte Gershom Nerels englischen Mishkan Artikeln zugrunde liegen. Sie stützen sich hauptsächlich auf die uns (noch) nicht zugänglichen englischen Quellen. Sie befassen sich vor allem mit Poljaks Tätigkeit in Palästina (in Israel nach 1948): "Attempts to Establish a ,Messianic Jewish Church' in Eretz Israel, in Mishkan 28. Poljak findet dort besondere Erwähnung unter den Abschnitten ,Jewish Christian Community and the Jerusalem Fellowship' und 'A Milestone in 1948.' (Laut Gershom Nerel verwendete Poljak auch das Pseudonym ,Avraham Ben Shraga' unter dessen Namen uns keine Artikel bekannt sind.) Die Fortsetzung von Nerels erstem Artikel erscheint im Miskan 29, 1998. Sie stützt sich hauptsächlich auf die englische Ausgabe von ,Die Judenchristliche Gemeinde' (in England: ,Jerusalem') unter ,The "Jerusalem Jewish Christian Fellowship",' ,The Union of Messianic Jews in Israel,' und ,The Messianic Jewish Alliance of Israel.'

Ein englischer Artikel "The Creed of the ,Jewish Christian Community'" (JCG) findet sich in Mishkan 34. Er zitiert aus 'The Jewish Christian Community,' No. 6/7, June-July 1939: 'Our Belief.' [Die Mishkan Nummern (in englischer Sprache) sind vom Caspari Zentrum in Jerusalem herunterladbar.]

Das Caspari Zentrum in Jerusalem befasst sich mit einem anspruchsvollen Forschungsprojekt über die Geschichte der Juden, die Jesus als ihren Messias erkannten. Dieses Projekt umfasst die Zeit von der Antike bis heute. Die Forschungsergebnisse sollen in 3 Bänden erscheinen, von denen der erste auf 2006 angekündigt wurde. Er beschreibt die Judenchristen der Antike. Band II: Mittelalter, Band III: die Moderne.

Wer sich mit Abram Poljak befassen will, wird sich noch einige Jahre gedulden müssen. Dazu zwei Bemerkungen:

1. Wer sich die Wartezeit verkürzen möchte, sei auf die Hinweise verwiesen, die sich auf unserer englischen Webseite befinden: Chronologie der Judenchristen/Messianischen Juden und Verzeichnis der bekanntesten Judenchristen/Messianischen Juden (pdf version-updated, April 16, 2009.)
2. Schon Poljak hat sich mit Juden befasst, die wie Nikodemus im Geheimen an Jesus glaubten. Er nannte sie ,Nikodemus-Juden.' Von David Flusser, Professor für Neues Testament und frühes Christentum an der Hebrew University in Jerusalem, erzählt man sich, er habe vor seinem Tod einem Freund zugegeben, dass er in Jesus den Messias erkannt habe, doch wollte er nicht, dass dies zu seinen Lebzeiten an die Oeffentlichkeit komme. Namenlisten solcher Juden sind menschliche Inventare. Was zählt, sind die Namen, die im Buch des Lammes geschrieben sind und diese kennt der König der Juden allein.

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Nein zur Judenmission
Ja zur Partnerschaft und zum innerbiblischen Dialog

http://www.jcrelations.net/de/?id=1070

Erklärung der Arbeitsgemeinschaft „Juden und Christen“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, Stuttgart, 17. Juni 1999

" 5. Die Mission an Juden gefährdet den Dialog zwischen Juden und Christen und wird in den jüdischen Gemeinden in Deutschland als Bedrohung wahrgenommen.
Deshalb verbietet sich für Christen jeder Versuch, an Juden in missionarischer Absicht heranzutreten."

Redaktionelle Anmerkung: Diese Erklärung wurde nach Abschluss einer ganztägigen Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft einhellig mit wenigen Enthaltungen und Gegenstimmen angenommen und gemäß den Regeln des DEKT dessen Präsidium zur weiteren Veröffentlichung übergeben.

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Die bleibende Erwählung Israels - Auswirkungen auf die Kirchenordnungen der evangelischen Kirche

http://www.ekd.de/vortraege/barth_010926.html

Allerdings - und damit komme ich zur zweiten Frage - gibt es keinen stichhaltigen theologischen Grund dafür, daß Christen - sei es in Deutschland oder anderswo - gegenüber Juden von Jesus Christus schweigen. Schon gar nicht unter Berufung auf Paulus. Gerade er war es doch, der geschrieben hat: "Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein ärgernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Weisheit" (1. Korinther 1,23f). Damit kann ich es nicht in Übereinstimmung bringen, daß von der "Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen" die These aufgestellt wird: "Jüdinnen und Juden haben es für ihr Heil nicht nötig, daß ihnen Jesus als der Messias verkündigt wird." Soll denn die frühchristliche Missionsgeschichte, insbesondere die missionarische Tätigkeit des Paulus, ein grandioser theologischer Irrtum gewesen sein? Das sei ferne.

Hermann Barth

26. September 2001, Referat beim Generalkonvent der Ev. Kirche der schlesischen Oberlausitz in Rothenburg


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